Chronik des Mandolinenorchesters Konzen 1961 e.V.

Die Initiative, ein Mandolinenorchester zu gründen, ging 1961 von 6 jungen Spielerinnen und Spielern unter der musikalischen Anleitung und Organisation von Günther Rönnig aus. Obwohl die Instrumente noch nicht die Besten waren und entsprechendes Notenmaterial nicht vorhanden war, gelang es der Gruppe unter der Leitung von Günther Rönnig nach intensiver Probearbeit, bereits im September 1962 anlässlich eines Kreismusikfestes einen ersten Auftritt durchzuführen.

Bestärkt durch die ersten Erfolge erhielt diese kleine Gruppe so viel Auftrieb, dass mit einer intensiven Nachwuchsausbildung begonnen werden konnte.

Nachdem die Gruppe bis zum Jahr 1963 auf etwa 20 Personen angewachsen und eine eigene Vereinsgründung aufgrund fehlender inaktiver Mitglieder nicht möglich war, trat sie im Januar 1963 als eigene Abteilung in den Musikverein Konzen ein. Als erster musikalische Höhepunkt trat das Mandolinenorchester am 27.10.1963 gemeinsam mit dem Musikverein auf einem Konzert auf.

Orchesteranfänge mit Günther Rönnig
(Orchesteranfänge mit Günther Rönnig)

Aufgrund intensiver Betreuung durch den Aachener Musiklehrer Hubert Brandt gelang es, das Niveau beständig zu steigern.

Im Jahr 1968 löste sich schließlich die Mandolinen- und Gitarrengruppe als eigenständiger Verein vom Musikverein Konzen und wurde unter dem Vorsitz von Fritz Krings selbständig. In den folgenden Jahren entwickelte sich das Orchester unter Fritz Krings und Günther Rönnig zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in Konzen.

Orchester mit Günther Rönnig
Mandolinenorchester mit oben von links Günther Rönnig (Dirigent) und Fritz Krings (Vorsitzender)

Anschließend wurde das Orchester ca. 18 Jahre durch Peter Heck musikalisch geleitet. Es folgten Einladungen zur Mitgestaltung von Konzerten anderer Mandolinenorchester und Vereine aus dem Raum Monschau, Euskirchen, Düren, Aachen, Stolberg und dem angrenzenden Gebiet in Belgien und Holland.

Orchester mit Peter Heck
(Mandolinenorchester: Peter Heck (unten Mitte) leitete 18 Jahre die musikalischen Geschicke; Theo Nellessen (3. v. l.) war viele Jahre Vorsitzender)

Seit Bestehen hat das Mandolinenorchester jedes Jahr ein eigenes Konzert veranstaltet und bestreitet ein Adventkonzert.

Doch nicht nur bei Konzerten und Vereinsfesten wirkte das Orchester mit. Es folgten Auftritte, wie z. B. in der Beethovenhalle Bonn, beim Weltmusikfest in Antwerpen und Kerkrade sowie ein Auftritt im Kölner Dom.

Nicht zuletzt erwähnt werden sollen die internationalen und nationalen Wettstreite, bei denen das Mandolinenorchester sich schnell einen Namen gemacht hat.

Als einer der ersten Vereine der Stadt Monschau hat das Orchester Kontakt aufgenommen mit der Partnerstadt Bourg St. Andéol/Frankreich und hier geknüpfte Freundschaften bestehen bis heute über 25 Jahre.

Zuletzt besuchte das Orchester die Partnerstadt im Jahr 1998 und wirkte an den Feierlichkeiten anlässlich des 25jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft im August 2001 durch die Mitgestaltung eines Gottesdienstes mit.

Auch karitativen Zwecken steht das Mandolinenorchester positiv gegenüber. Schon traditionell sind die jährlichen Auftritte in Krankenhäusern bzw. Altenheimen zu bezeichnen.

Über einen Zeitraum von ca. 8 Jahren übernahm Dr. Gothard Bruhn bis Ende 2002 die Leitung des Orchesters.

Ab dem Frühjahr 2003 bis zum Frühjahr 2007 stand das Orchester unter der musikalischen Leitung von Frau Elisabeth Kreutz. Das Repertoire des Orchesters öffnete sich unter ihrem Einfluss vermehrt zeitgenössischen und modernen Musikrichtungen. Es wurden beispielsweise Musicals in den Spielplan übernommen.

Orchester mit Dirigentin Elisabeth Kreutz
(Vereinsausflug 2006 nach Ostende mit der damaligen Dirigentin Elisabeth Kreutz, links)

Seit Mai 2007 steht Otto Völl als Dirigent dem Orchester vor. Die alljährlich stattfindenden musikalischen Höhepunkte sind das vorweihnachtliche Konzert in der Pfarrkirche Konzen (1. Adventsonntag) sowie das Frühjahrskonzert am Sonntag nach Weißensonntag.

Heute zählt das Mandolinenorchester etwa 30 aktive und über 200 inaktive Mitglieder. Außerdem werden im Rahmen des Jugendorchesters Kinder und Jugendliche an die Zupfmusik heran geführt. Die Anleitung erfolgt durch aktive SpielerInnen.